Seeschifffahrt: Güterumschlag gestiegen

Der Güterumschlag in den deutschen Seehäfen stieg im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr an.

(mk) In deutschen Seehäfen wurden im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr 3,8 % mehr Güter umgeschlagen. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Insgesamt wurden in den deutschen Seehäfen 284,4 Millionen Tonnen Güter verladen. Im Vorjahr betrug die Menge verladener Güter 273,9 Millionen Tonnen. Der Güterempfang aus dem Ausland verzeichnete im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 5,3 % auf 171,1 Millionen Tonnen. Der Güterversand ins Ausland stieg um 0,5 Prozent auf 103,7 Millionen Tonnen. Trotz eines Zuwachses von 15,7 % auf 9,6 Millionen Tonnen machte der innerdeutsche Verkehr nur einen geringen Teil des gesamten Güterumschlags aus.

Der Hamburger Hafen steht mit einem Umschlag von 99,8 Millionen Tonnen, (+2,9 %) an der Spitze der umschlagstärksten deutschen Seehäfen. Bremerhaven mit 46,9 Millionen Tonnen (+10,4 %) steht auf dem zweiten Rang. Wilhelmshaven mit 35,5 Millionen Tonnen (+2,7 %), Rostock mit 24,9 Millionen Tonnen (+7,2 %) und Lübeck mit 15,8 Millionen Tonnen (-0,4 %) folgen.

Der deutsche Seeverkehr wurde im Jahr 2025 vor allem durch den Containerverkehr und fossile Energieträger geprägt. Mit 87,9 Millionen Tonnen stellten die sog. nicht identifizierbaren Güter – überwiegend Containerladungen ohne detaillierte Warenangabe – die größte Gütergruppe dar und machten 30,9 Prozent des gesamten Umschlags aus. Dahinter folgten fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas mit zusammen 40,5 Millionen Tonnen bzw. 14,2 %. Weitere wichtige Gütergruppen waren Erze, Steine und Erden mit 31,1 Millionen Tonnen (10,9 %) sowie chemische Erzeugnisse mit 20,2 Millionen Tonnen (7,1 %).

Der Güterempfang im Seeverkehr wurde geprägt durch fossile Energieträger. Insgesamt 39,8 Millionen Tonnen an Kohle, Erdöl und Erdgas erreichten im Jahr 2025 die deutschen Seehäfen. Dies entspricht verglichen zum Vorjahr einem Minus von 1,2 %. Der Empfang von Erdöl ging gegenüber dem Vorjahr um 10,8 % auf 25,4 Millionen Tonnen zurück. Dagegen stieg der Empfang von Kohle um 2,6 % auf 7,0 Millionen Tonnen und von Erdgas um 49,1 % auf 7,4 Millionen Tonnen. Das mit Abstand wichtigste Lieferland für Erdgas auf dem Seeweg seien laut Destatis die USA mit 6,5 Millionen Tonnen. Die Erdöllieferungen gingen im Vergleich zum Vorjahr um 23,6 % auf ungefähr 5,6 Millionen Tonnen zurück und liegen damit an der Spitze und auch bei der Kohle kamen mit 2,0 Millionen Tonnen die größten Mengen aus den USA.

Insgesamt blieben die USA mit einem Güterumschlag von 28,7 Millionen Tonnen der wichtigste Handelspartner Deutschlands im Seeverkehr, gefolgt von Norwegen mit 26,3 Millionen Tonnen und Schweden mit 24,6 Millionen Tonnen. China belegte mit 19,7 Millionen Tonnen Rang vier. Diese vier Länder standen zusammen für mehr als ein Drittel des gesamten Umschlags der deutschen Seehäfen. Der Güterverkehr mit EU-Mitgliedstaaten belief sich auf 99,4 Millionen Tonnen.

Der Containerumschlag entwickelte sich besonders dynamisch. Der Umschlag erreichte 2025 insgesamt 15,0 Millionen TEU und lag damit 12,4 % über dem Vorjahreswert. Wichtigster Partner im Containerverkehr war China mit rund einem Fünftel des gesamten Containerumschlags, gefolgt von den USA mit 8,7 %. Der Containerverkehr mit EU-Staaten machte etwas mehr als ein Viertel des Containerumschlags aus.

Der direkte Seeverkehr mit den Staaten des Persischen Golfs spielte dagegen eine vergleichsweise geringe Rolle und machte nur etwa 1,4 Prozent des gesamten Güterumschlags aus. Die größten Volumina entfielen auf Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien. Während im Seeverkehr mit Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten vor allem Güter verschifft wurden, dominierten bei den Importen aus Saudi-Arabien sowie aus Kuwait und Katar flüssige Mineralölerzeugnisse. Ein Teil der Güter aus dieser Region gelangt jedoch zunächst über große europäische Umschlaghäfen nach Deutschland, sodass mögliche Seeblockaden im Nahen Osten auch indirekte Auswirkungen auf die deutsche Versorgung haben könnten.

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die deutschen Seehäfen ihre Rolle als zentrale Drehscheiben für Handel, Energieversorgung und Industrie weiterhin behaupten“, erklärt Florian Keisinger, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). „Gerade der steigende Güterempfang unterstreicht die Bedeutung der Häfen für die Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung.“ Keisinger weist darauf hin, dass sich die internationalen Handelsströme – etwa durch Verschiebungen bei Energieimporten und geopolitische Entwicklungen – weiter verändern. „Um diese zentrale Rolle auch künftig erfüllen zu können, brauchen die deutschen Seehäfen verlässliche Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Resilienz.“

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