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Mehr Ro/Ro-Verkehre im vergangenen Jahr

Das Güterumschlagsvolumen im Kurzstreckenseeverkehr deutscher Seehäfen hat 2017 um etwa 0,6 % auf rund 185,3 Mio. t zugenommen. Ein überproportionales Wachstum verzeichneten Ro/Ro-Verkehre.

12.09.2018 | Intermodal, Gefahrgutbeauftragte | Meldungen

(mih) Das Güterumschlagsvolumen im Kurzstreckenseeverkehr deutscher Seehäfen hat im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2016 um etwa 0,6 % auf rund 185,3 Mio. t (ohne Eigengewichte der Ladungsträger) zugenommen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Im Gegensatz zu den Vorjahren entwickelten sich die Umschlagsmengen im Kurzstreckenseeverkehr 2017 damit etwas schwächer als der Seegüterumschlag der deutschen Häfen insgesamt. Eine der sechs umschlagsstärksten Güterabteilungen, die ca. drei Viertel des gesamten Güterumschlags deutscher Seehäfen im Kurzstreckenseeverkehr ausmachen, sind „Chemische Erzeugnisse etc.“ mit 13,0 Mio. t (2016: 12,8 Mio. t).

Maßgeblich für den erneuten Anstieg des Kurzstreckenseeverkehrs waren vor allem Umschlagszuwächse im Verkehr mit Norwegen, Lettland, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden und Schweden. Umschlagsrückgänge u.a. mit der Russischen Föderation, dem nach wie vor wichtigsten Staat im deutschen Kurzstreckenseeverkehr, dem Vereinigten Königreich und Belgien wurden hierdurch mehr als ausgeglichen.

Mit einem Plus von rund 6,4 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten Ro/Ro-Verkehre 2017 ein überproportionales Wachstum. Mehr als 2,1 Mio. Lkw und unbegleitete Anhänger bzw. Sattelauflieger wurden von deutschen Seehäfen im Ro/Ro-Verkehr umgeschlagen – mit einem Anteil von zuletzt rund 88,8 % vor allem von den deutschen Ostseehäfen. Zuwächse verzeichneten dabei insbesondere die Relationen mit Lettland, Dänemark und Schweden.

Die Containerumschläge deutscher Seehäfen im Kurzstreckenseeverkehr nahmen 2017 im Vergleich zum Vorjahr hingegen um rund 2,8 % auf rund 5,7 Mio. TEU ab, u.a. aufgrund rückläufiger Russlandverkehre.


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