Güterverkehr 2018 in Deutschland

Straße legt am stärksten zu, Binnenschifffahrt verliert

(ur) Die im Straßen-, Schienen- und Binnenschiffsgüterverkehr beförderte Gütermenge ist 2018 nach vorläufigen Angaben insgesamt um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf knapp 3,8 Mrd. Tonnen gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2017 sank die Verkehrsleistung im Inland um 0,6 Prozent auf rund 472,9 Mrd. Tonnenkilometer (ohne Straßengüterverkehr gebietsfremder Fahrzeuge in Deutschland). Dies geht aus dem verkehrsträgerübergreifenden Jahresbericht 2018 „Marktbeobachtung Güterverkehr“ hervor, den das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) aktuell veröffentlicht hat.

In einem weiterhin expansiven gesamtwirtschaftlichen Umfeld erzielten der Straßen- und Schienengüterverkehr im Vergleichszeitraum Leistungsanstiege um 1,5 Prozent bzw. 1,1 Prozent, während sehr niedrige Wasserstände im Sommer und Herbst infolge langanhaltender Trockenheit der Binnenschifffahrt ein dickes Minus bescherten.

Nach einer bereits im März 2019 veröffentlichten Statistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden 2018 insgesamt 198 Millionen Tonnen Güter auf deutschen Binnenwasserstraßen transportiert – das waren 24,7 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr (2017: 222,7 Millionen Tonnen). Die Monate August bis November 2018 wiesen dann jeweils zweistellige Rückgänge im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat auf, wobei nach den Destatis-Daten der höchste Rückgang mit einem Minus von knapp 34 Prozent im November zu verzeichnen war.

Anteile der Landverkehrsträger an der Verkehrsleistung im Güterverkehr in Deutschland 2017/2018

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p – prognostizierte Werte.
Quellen: Kraftfahrt-Bundesamt, Statistisches Bundesamt, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Intraplan Consult GmbH, Bundesamt für Güterverkehr, eigene Berechnungen und eigene Darstellung des BAG.

Nach der Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsträger (Modal Split) baute der Straßengüterverkehr im Jahr 2018 laut BAG-Bericht seinen Anteil angesichts überdurchschnittlicher Zuwächse aus. Hingegen sank der Anteil der Binnenschifffahrt am Modal Split; der Anteil des Schienengüterverkehrs bleib annähernd unverändert.

Trotz hoher Mengen- und Leistungsrückgänge entwickelte sich der Branchenumsatz in der Binnenschifffahrt – ebenso wie im Straßen- und Schienengüterverkehr – im Jahr 2018 erneut positiv. Grund hierfür waren der starke Anstieg der Frachtraten und eine hohe Nachfrage nach Schiffsraum während der Niedrigwasserphase. Auf Jahressicht zeigten sich daher vor allem die in der Rheinschifffahrt tätigen Unternehmen in Gesprächen mit dem BAG mehrheitlich mit ihrer Ertragssituation zufrieden.

Im gewerblichen Straßengüterverkehr ging das Umsatzwachstum angesichts deutlicher Kostensteigerungen zumeist nicht mehr mit einer weiteren Verbesserung der überwiegend als positiv bewerteten Ertragslage einher.

Höhere Aufwendungen, u.a. für Personal und Energie, belasteten gleichsam viele Eisenbahnverkehrsunternehmen, die sich trotz einer vielfach stabilen oder verbesserten Auftragslage und guter bis sehr guter Kapazitätsauslastung in Gesprächen mit dem Bundesamt angesichts niedriger Gewinnspannen mit ihrer Ertragslage zumeist unzufrieden zeigten. Die im Jahr 2018 im Rahmen der Umsetzung des Masterplans Schienengüterverkehr angelaufene Trassenpreissenkung wurde nach Angaben von Marktteilnehmern in der Regel zumindest in Teilen an die Auftraggeber der Eisenbahnverkehrsunternehmen weitergereicht. Erstmals dürften nicht-bundeseigene Eisenbahnen im Jahr 2018 einen kumulierten Anteil von über 50 Prozent an der Schienengüterverkehrsleistung in Deutschland erreicht haben.

Download: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2018

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