Deutscher Gefahrgut-Preis 2017 für Gerhard Lahmann
Der Gefahrgut-Manager der Westfalen AG wird für seine intensiven Bemühungen ausgezeichnet, alle Beteiligten durch Schulung zu sensibilisieren und Sicherheitswissen zu vermitteln. Hervorzuheben ist sein ehrenamtliches Wirken in Verbänden und Gremien.
(mih) Gerhard Lahmann, Leiter
Gefahrgutmanagement und Transportadministration der Westfalen AG in Münster, ist heute mit dem Deutschen Gefahrgut-Preis 2017 ausgezeichnet worden. Wie zahlreiche Preisträger zuvor ist auch Lahmann für sein Unternehmen – neben vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten und der Mitarbeit in verschiedenen Gefahrgutgremien – u.a. als Gefahrgutbeauftragter tätig: ein wesentliches Bindeglied zwischen den Rechtsvorschriften und der Realität, wobei Sicherheit Geld kostet, kreative komplexe Lösungen erfordert und ständig neu bewertet werden muss. Nach Ansicht der Jury hat sich Lahmann dieser Herausforderung in so außergewöhnlicher Weise gestellt, dass dies mit dem Deutschen Gefahrgut-Preis zu würdigen ist. Lahmann ist der 27. Träger der traditionsreichen Auszeichnung.
Lahmann habe die Gefahrgutvorschriften in einem international tätigen, innovativen mittelständischen Unternehmen, das sich sowohl mit Gasen als auch mit brennbaren Flüssigkeiten beschäftigt und das Beförderungen mit den unterschiedlichen Verkehrsträgern vornehmen lässt oder selbst befördert, praxisgerecht umgesetzt. Besondere Beachtung verdienten in diesem Zusammenhang seine intensiven Bemühungen, alle Beteiligten, insbesondere auch die Fahrer, durch Schulung zu sensibilisieren und erforderliches Wissen für ein sicheres Verhalten zu vermitteln.
Darüber hinaus habe Lahmann – und dies sei seine besondere Leistung – seine berufliche Tätigkeit konsequent und langjährig durch ehrenamtliches Wirken ergänzt. Er habe sein Wissen und seine Erfahrung erfolgreich dazu genutzt, das Recht besser, sicherer, aber auch einfacher in der Anwendung zu machen. In der Gremienarbeit des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sei seine Praxisnähe immer eine willkommene Hilfe gewesen, um Regelungen besser zu gestalten oder auch falsche Wege zu vermeiden.
Die Laudation bei der Festveranstaltung im Rahmen der 33. Internationalen Gefahrgut-Tage Hamburg hielt Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVI, der auch den Preis überreichte.
Der Deutsche Gefahrgut-Preis wird seit 1991 jährlich von der Redaktion des Gefahrgut-Magazins gefährliche ladung ausgeschrieben, das im Storck Verlag Hamburg – eine Marke von ecomed-Storck – erscheint. Die unabhängige Jury setzt sich aus zwölf führenden Vertretern der gefahrgutrelevanten Verbände, Organisationen und Behörden zusammen und wählt den Preisträger aus eingesandten Vorschlägen aus.
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