Nukleare Entsorgung: BAM und BASE kooperieren stärker

Die beiden Behörden wollen die Expertise Deutschlands für die Sicherheit bei Transport, Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle dauerhaft sichern und weiter ausbauen.

(mih) Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) haben vereinbart, weiter langfristig zusammenzuarbeiten. Ziel sei es, die wissenschaftlich-technische Expertise Deutschlands für die Sicherheit bei Transport, Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle dauerhaft zu sichern und weiter auszubauen.

Im Mittelpunkt stehen die verlängerte Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle und die Herausforderungen, die sich aus ihr ergeben. Die Vereinbarung baut auf der bereits bewährten Zusammenarbeit auf und umfasst die Weiterentwicklung technischer Regelwerke sowie gemeinsame Forschungsprojekte. Dabei geht es etwa um das Langzeitverhalten von Behälterdichtsystemen, um Brennelemente oder um die Möglichkeiten künftiger KI-Anwendungen beim Wissensmanagement und der Sicherheitsbewertung.

Die BAM will ihre langjährige Erfahrung in der materialwissenschaftlichen Sicherheitsbewertung von Transport- und Lagerbehältern für radioaktive Stoffe in die Kooperation einbringen. Das BASE sei als Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde für zentrale Aufgaben der nuklearen Entsorgung verantwortlich.

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Dr. Frank Wille (BAM), BASE-Präsident Christian Kühn, BAM-Präsident Prof. Dr. Ulrich Panne, BASE-Vizepräsidentin Sybille Schultz-Hüskes (von links nach rechts) (Foto: BAM)

„Die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle ist eine Mehrgenerationenaufgabe. Mit dieser Vereinbarung stärken wir gezielt die wissenschaftlich-technischen Kompetenzen, die Deutschland langfristig benötigt, um Sicherheitsfragen in diesem Bereich auf höchstem Niveau bewerten zu können. Dazu zählt etwa die Verzahnung modernster experimenteller Prüfmethoden mit numerischen Simulationstechniken und zukünftigen KI-Anwendungen“, sagt Prof. Dr. Ulrich Panne, Präsident der BAM.

Christian Kühn, Präsident des BASE, erklärt: „Die Bewertung, ob die hohen Sicherheitsanforderungen des Atomgesetzes erfüllt sind, ist eine zentrale Aufgabe des BASE. Das erreichen wir im Bereich der Zwischenlagerung in Teamarbeit mit der BAM. Durch weiterführende Forschungsvorhaben, beispielsweise zu Behälterdichtungen, erweitern wir Kompetenzen und versetzen uns in die Lage, auch zukünftig unabhängig und kompetent unsere Aufsichts- und Genehmigungsaufgaben auszuüben.“

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