Überarbeitetes Infomaterial der DGUV soll Einsatzkräfte noch besser für Lösch- und Rettungsarbeiten an E-Fahrzeugen wappnen.
(jg) Nicht nur die Anzahl von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr wächst kontinuierlich, sondern auch die Zahl von Unfällen, an denen diese beteiligt sind. Deshalb hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) nun ihre DGUV Information 205-022 „Sicherheit und Gesundheit bei Lösch- und Rettungsarbeiten an Kraftfahrzeugen mit Hochvoltspeicher“ überarbeitet und auf ihrer Webseite zur Verfügung gestellt. Darin wird erläutert, worauf Rettungskräfte bei Lösch- und Rettungsarbeiten an E-Fahrzeugen achten müssen.
Zwar sei der DGUV zufolge das Gefährdungspotenzial, welches bei Unfällen und Bränden von Elektrofahrzeugen ausgehe, für Einsatzkräfte nicht größer als bei konventionellen Fahrzeugen, doch würden sich die Gefahren anders darstellen. Einerseits entfielen potenziell brandbeschleunigende Schmier- und Kraftstoffe, andererseits sähen sich Rettungskräfte inzwischen mit Hochvoltspeichern, meist aus Lithium-Ionen-Batterien bestehend, konfrontiert.
Das überarbeitete Infomaterial beschreibe Schritt für Schritt, wie Elektrofahrzeuge identifiziert und die Gefahrensituation an der Unfallstelle eingeschätzt werden können. Zudem werde erläutert, welche Maßnahmen Rettungskräfte zur Brandbekämpfung und Personenrettung unter Beachtung der eigenen Sicherheit und Gesundheit durchführen können. Darüber hinaus beinhalte die DGUV Information 205-022 wichtige Grundlagen im Zusammenhang mit der Gefahrenabwehr bei der Ladeinfrastruktur.
An der Überarbeitung der DGUV Information 205-022 seien auch der Deutsche Feuerwehrverband, mehrere Feuerwehren und zahlreiche Feuerwehrschulen, Forschungsinstitute und weitere Einrichtungen beteiligt gewesen.
Das ausführliche Material kann hier heruntergeladen werden. Ergänzend ist unter diesem Link eine übersichtliche Zusammenfassung der empfohlenen Maßnahmen bei den speziellen Lösch- und Rettungsarbeiten in Form einer kompakten Taschenkarte erhältlich.
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