Containerverluste auf See in 2023 rückläufig

Trotz niedriger Zahlen aus dem vergangenen Jahr unterstreicht der WSC weiterhin die Notwendigkeit für strenge Sicherheits- und Präventivmaßnahmen.

(os) Von insgesamt 250 Millionen auf Seeschiffen beförderten Containern sind im Jahr 2023 lediglich 221 Container auf See verloren gegangen, wie aus dem aktuell veröffentlichten Jahresbericht über auf See verlorene Container des World Shipping Council (WSC) hervorgeht. Ungefähr ein Drittel dieser verlorenen Container konnte im Anschluss geborgen werden. Damit wurde der bisher niedrigste Wert von 661 verlorenen Containern aus dem Jahr 2022 deutlich unterboten.

Obwohl für 2023 also die niedrigste Zahl seit Beginn der Umfrage im Jahr 2008 verzeichnet wurde, hebt der WSC weiterhin die anhaltende Notwendigkeit für strenge Sicherheitsmaßnahmen und ständige Wachsamkeit hervor. Denn jeder auf See verlorene Container sei noch immer einer zu viel und die Branche dürfe trotz dieser Verbesserungen nicht nachlässig werden. Die im Jahr 2023 erzielten Fortschritte seien ermutigend, sie würden gleichzeitig aber auch bestätigen, wie wichtig es sei, stets die Sicherheitsvorgaben zu erfüllen und alle zur Verfügung stehenden Präventivmaßnahmen zu ergreifen.

Der WSC beteiligt sich außerdem an dem Joint Industry Projekt Marin TopTier, in welchem sich insgesamt 42 Akteure aus der Branche, darunter unter anderem nationale Behörden, Transportunternehmen und Versicherer, zusammengefunden haben, um konkrete Erkenntnisse zu Ursachen des Überbordgehens von Containern sowie entsprechende Sicherheitsanweisungen und Schulungsmaterialien zu erarbeiten und zu verbreiten.

Noch im Laufe dieses Jahres soll ein Abschlussbericht zu dem Projekt veröffentlicht werden, in dem auf der Grundlage von umfangreichen wissenschaftlichen Untersuchungen sowie in der Praxis gewonnenen Erkenntnissen Leitlinien und Vorschläge zu regulatorischen Aktualisierungen in Bezug auf den sicheren Umgang mit Containern im Seeverkehr dargestellt werden.

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