Lücke zwischen Forschung und Industrie schließen

In Berlin wurde das Berlin Battery Lab (BBL) eingeweiht. Das Labor ist offen für Kooperationen und soll die Entwicklung von Batterietechnologien unterstützen.

(mk) Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) weihten am 19. März 2026 das Berlin Battery Lab (BBL) offiziell ein. In der neuen Forschungsplattform entwickeln und testen die Akteure rohstoffschonende Batterietechnologien. Der Fokus liegt auf Natrium-Akkus. Im Berliner Labor sollen Materialien konzipiert, innovative Zellchemien erforscht und Batterieprototypen gefertigt werden. Im Mai 2025 hatten BAM, HZB und HU ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, in dem sie festhielten, das BBL zu gründen.

In den vergangenen Jahren hat sich Berlin zu einem führenden Standort für Batterieforschung entwickelt. Nachhaltige Alternativen wie Natrium-Ionen- oder Lithium-Schwefel-Akkus rückten in den Vordergrund. Mit dem BBL werden Grundlagenforschung, Materialentwicklung, Zellfertigung und Sicherheitstests an einem Standort systematisch zusammengeführt. Die Kenntnisse bringen die drei Partnerinstitutionen ein. Das BBL schließe eine Lücke zur industriellen Anwendung. Das Labor sei offen für Kooperationen, und die Entwicklung lokal produzierter, nachhaltiger Batterietechnologien soll maßgeblich unterstützt werden. Insbesondere Start-ups und technologieorientierte Unternehmen sollen profitieren.

Berlins Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege Dr. Ina Czyborra erklärte: „Batterieforschung ist eine Schlüsseltechnologie in der High-Tech-Agenda. Das BBL stärkt die technologische Souveränität Deutschlands, indem es Abhängigkeiten von kritischen Rohstoffen reduziert und die Resilienz zentraler Wertschöpfungsketten erhöht.“ Das Land Berlin unterstütze dieses Ziel sehr gern und stelle dem BBL bis 2028 rund 2,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zusätzlich zur Verfügung.

Prof. Dr. Ulrich Panne, Präsident der BAM, ergänzte, dass viele neue Batterietechnologien maßgeblich in Deutschland erforscht, aber nicht schnell genug den Weg in die Anwendung finden würden. „Wir bringen in Berlin Forschung, Entwicklung und Zellbau zusammen, berücksichtigen dabei Sicherheitsaspekte und Regelsetzung, um nachhaltige Innovationen in die Praxis zu bringen“, sagte er mit Blick auf das BBL.

Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der HU, betonte, dass das BBL die gesamte Forschungskette abdecke, die Zusammenarbeit mit Unternehmen erleichtere und die Prozesse bis hin zur praktischen Anwendung beschleunige. Prof. Dr. Bernd Rech, wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZB, stellte vor, wie sich das HZB am Labor in Berlin beteiligen möchte. „Am HZB bauen wir ein neues Pouch-Zellen-Labor für Natrium-Ionen-Batterien auf und stellen neueste Charakterisierungsmethoden an BESSY II zur Verfügung.“

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