Starkes Wachstum
Die Chemische Industrie hierzulande hat das vergangene Jahr mit einem unerwartet starken vierten Quartal beendet. Auch für 2018 rechnet der VCI mit einem kräftigen Wachstum.
(mih) Die Chemisch-pharmazeutische Industrie hat das vergangene Jahr mit einem unerwartet starken vierten Quartal beendet. Wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mitteilt, konnten alle Sparten in Deutschlands drittgrößter Branche ihre Produktion von Oktober bis Dezember 2017 gegenüber dem Vorquartal ausweiten (+2,8 %). Im Vergleich zum Vorjahr hätten die Unternehmen sogar 7,3 % mehr produziert. Die Kapazitätsauslastung der Anlagen betrug demnach 85,1 % und lag damit zum vierten Mal in Folge über dem langjährigen Durchschnitt.
Die Erzeugerpreise hätten leicht zugelegt (+0,3 % gegenüber dem Vorquartal und +2,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Dadurch sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast zweistellig gestiegen (+9,5 % und +2,6 % gegenüber dem Vorquartal): auf 46,3 Mrd. Euro. Die Unternehmen konnten laut VCI aber nicht nur im Inland den Absatz steigern – hier orderten vor allem industrielle Kunden mehr Chemieprodukte –, auch in Europa und Asien liefen die Geschäfte sehr gut. Das starke Schlussquartal habe für eine positive Gesamtbilanz 2017 gesorgt. Die Wachstumsdynamik bei Produktion und Umsatz sei deutlich höher als in den vergangenen Jahren gewesen.
Für dieses Jahr rechnet der VCI mit einem kräftigen Produktionswachstum von 3,5 %. Die Chemikalienpreise würden voraussichtlich um 1 % steigen, und der Branchenumsatz sollte dadurch um 4,5 % auf gut 204 Mrd. Euro zulegen.

