In einem Kompaktbericht veröffentlichte die BAuA erste Resultate eines Surveys rund um die Arbeitsschutzorganisation in KMU.
(jg) Von Juni 2024 bis Februar 2025 lief eine Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) unter mehr als 3.000 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit bis zu 249 Beschäftigten – mit dem Ziel, die Arbeitsschutzorganisation näher zu beleuchten. Laut BAuA wurden auskunftsfähige Personen – vorzugsweise aus der Geschäftsführung – zur Organisation des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in ihrem Betrieb sowie zu Maßnahmen und Handlungsorientierungen im Umgang mit ausgewählten psychosozialen Arbeitsbelastungen befragt.
Eine erste Erkenntnis aus dem BAuA KMU-Survey lautet: 56 Prozent der befragten Unternehmen geben an, regelmäßig Gefährdungsbeurteilungen stattfinden zu lassen. Dabei zeigen sich mit Blick auf die Betriebsgröße deutliche Unterschiede, da etwa in Firmen mit 50 und mehr Beschäftigten 95 Prozent Gefährdungsbeurteilungen ausführen. Bei Unternehmen mit zehn bis 19 Angestellten sind es rund 74 Prozent und in Kleinstbetrieben 44 Prozent (max. fünf Beschäftigte) beziehungsweise 64 Prozent (zwischen sechs und neun Beschäftigte).
Ferner enthält das Survey Auswertungen zu einzelnen Aspekten, welche die Betriebe in ihren Gefährdungsbeurteilungen berücksichtigen, wie zum Beispiel Bildschirmarbeit oder Zeit- und Leistungsdruck. Ebenso ist dem Kompaktbericht zu entnehmen, welcher Anteil der KMU zuletzt Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit ihrer Angestellten, etwa zum Infektionsschutz, umgesetzt hat.
Laut Fazit des fünfseitigen Berichts verdeutlichten die Ergebnisse, „dass die Mehrheit der KMU in Deutschland über eine präventionsfachliche Beratung und Unterstützung (…) verfügt sowie Gefährdungsbeurteilungen und Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Beschäftigten umgesetzt hat“. Allerdings sei auch erkennbar: Gefährdungen durch psychische Belastungen würden über alle Betriebsgrößen hinweg deutlich seltener berücksichtigt als klassische Themen des technischen Arbeitsschutzes (z. B. Gefährdungen bei der Nutzung von Maschinen und Werkzeugen).
Der vollständige Kompaktbericht kann auf dieser BAuA-Webseite heruntergeladen werden.
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