Deutliches Minus für Chemie-Branche

Der VCI veröffentlicht den Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Chemischen Industrie im zweiten Quartal 2022.

(fu) Die Folgen des Krieges in der Ukraine sind auch in der Chemisch-pharmazeutischen Industrie angekommen. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) spricht in seinem Bericht für die Monate April, Mai und Juni dieses Jahres von „astronomischen Energiepreisen, stark gestiegenen Rohstoffkosten und anhaltenden Lieferengpässen“.

In allen Sparten sei die Produktion eingebrochen. Angesichts der dramatischen Entwicklungen an den Gas- und Strommärkten korrigiert der VCI seine Jahresprognose nach unten und rechnet mit einem Rückgang der Produktion in der Branche insgesamt in Höhe von 5,5 Prozent. Die Chemieproduktion (ohne Pharma) würde sogar um 8,5 Prozent sinken.

Allerdings stiegen die Preise für Chemieprodukte erneut um 8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2022 und sogar um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sorgte noch einmal für ein leichtes Umsatzwachstum von 3,4 Prozent. Dennoch gingen bei vielen Unternehmen die Erlöse zurück. Es sei den Betrieben immer schwerer gefallen, hohe Energie- und Rohstoffkosten an ihre Kunden weiterzugeben. Dazu komme die Unsicherheit mit Blick auf die Gasversorgung im Winter. Die Unternehmen bereiten sich bereits mit Hochdruck auf eine Mangellage vor.

VCI-Präsident Christian Kullmann sagt zur konjunkturellen Lage der Branche: „Wir müssen uns im wahrsten Sinne des Wortes warm anziehen, um diesen Winter und auch das kommende Jahr zu überstehen. Die immensen Herausforderungen bringen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen in ernste Gefahr und damit auch die Zukunft des Industriestandorts Deutschland.“ Ein erster Schritt sei die Drosselung der Produktion. Hier gab es bereits im zweiten Quartal ein deutliches Minus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Kapazitätsauslastung der Branche lag mit 81,4 Prozent weiterhin unter der Normalauslastung. Kullmann warnt: „Wenn bestimmte Prozesse ganz stillgelegt werden müssen, laufen sie möglicherweise nie wieder an.“

Auf die Beschäftigung hat die Entwicklung bislang keine Auswirkungen. Auch im zweiten Quartal 2022 arbeiteten mehr als 473.000 Menschen in der Chemie- und Pharmabranche.

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