Chemiegeschäft kühlt ab

Lieferengpässe, Materialknappheit und Energiepreise belasten die Branche

(ur) Die chemisch-pharmazeutische Industrie konnte den Wachstumskurs aus der ersten Jahreshälfte im dritten Quartal 2021 nur noch abgeschwächt fortsetzen. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der Verband der Chemischen Industrie (VCI) veröffentlicht hat.

Demnach führten globale Knappheiten bei Material und Logistik sowie stark steigende Energiepreise zu Produktionsrückgängen in vielen Chemiesparten. Die Auslastung der Chemieanlagen sank dabei auf den unteren Rand des Normalbereichs. Dennoch legte die Branchenproduktion insgesamt leicht zu. Grund dafür war die positive Entwicklung im Pharmabereich, weil Impfstoffe stark nachgefragt wurden. Auch der Branchenumsatz entwickelte sich von Juli bis September positiv. Vor allem der anhaltende Anstieg der Chemikalienpreise sorgte für steigende Erlöse. Außerdem orderten vor allem im Ausland viele Industriekunden vermehrt Chemieprodukte, um Materialengpässen vorzubeugen und Lagerbestände auszuweiten. Diese zusätzliche Nachfrage konnte aber nur zum Teil bedient werden.

„Weder bei der Materialknappheit noch bei den hohen Energiekosten ist eine schnelle Besserung in Sicht. Diese Faktoren belasten die Wirtschaft und führen dazu, dass das Chemiegeschäft im kommenden Winter weiter abkühlen wird. Bei den Gas- und Strompreisen ist die kommende Bundesregierung gefordert. Sie muss die Preissprünge zügig mit geeigneten Maßnahmen kompensieren“, meint VCI-Präsident Christian Kullmann.

Prognose
Für 2021 geht der VCI weiter davon aus, dass die Chemie- und Pharmaproduktion um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen wird. Die Preise steigen voraussichtlich um 8,5 Prozent. Damit dürfte der Jahresumsatz um 15,5 Prozent auf 220 Milliarden Euro zulegen.

Produktion
Im dritten Quartal stieg die Produktion in der chemisch-pharmazeutischen Industrie gegenüber dem Vorquartal um 0,8 Prozent. Die Kapazitätsauslastung der Anlagen ging dagegen auf 82,3 Prozent zurück, weil viele Chemieunternehmen ihre Produktion wegen der steigenden Energiepreise drosselten.

Erzeugerpreise
Die Chemikalienpreise sind von Juli bis September 2021 noch einmal gestiegen. Bei hohen Kosten für Logistik, Rohstoffe und Energie verteuerten sich Chemieprodukte im Vergleich zum Vorquartal um 2,9 Prozent.

Umsatz
Wegen der Preissteigerungen erzielten die Chemie- und Pharmaunternehmen im dritten Quartal 2021 mit 55,3 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 6,3 Prozent. Das starke Vorjahresplus von 26,1 Prozent ist allerdings durch einen Sondereffekt im Pharmabereich überzeichnet.

Beschäftigung
Die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche ist im dritten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,5 Prozent gestiegen. Die Chemie- und Pharmaunternehmen beschäftigen derzeit 466.500 Menschen.

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