Schon ein bis zwei Sprinkler sind zumeist ausreichend, um Brände erfolgreich zu bekämpfen.
(os) Die vom Bundesverband Technischer Brandschutz (bvfa) herausgegebene Löschanlagenstatistik 2025 verdeutlicht, dass automatische Löschanlagen generell frühzeitig eingreifen und hochselektiv arbeiten, wodurch in der überwiegenden Zahl der Brandfälle der Schaden minimal gehalten werden konnte. Für die Statistik melden Betreiber, Errichter und Hersteller von stationären Löschanlagen seit 2006 nachweislich durch stationäre Löschanlagen gelöschte Brände, wobei unter anderem die Branche, das gelöschte Objekt und die Löschmethode erfasst werden.
Die aktuell gesammelten Daten würden erneut aufzeigen, so der Verband, dass verbreitete Annahmen über großflächig auslösende Sprinkler falsch seien und oftmals bereits ein einzelner Sprinkler ausreichend sei, um Brände schnell und effektiv zu bekämpfen.

So konnten im vergangenen Jahr 84 Prozent aller dem bvfa gemeldeten Löscherfolge durch Sprinkleranlagen mit nur einem oder zwei Sprinklern und weitere sechs Prozent mit drei bis fünf Sprinklerköpfen erreicht werden. Da im Brandfall nur die Sprinkler in unmittelbarer Nähe des Brandherdes öffnen, fällt hierbei eine wesentlich geringere Löschwassermenge an als bei einem Löschangriff der Feuerwehr. 93 Prozent der Löschanlagen lösten automatisch aus, davon 78 Prozent während der Arbeitszeit. Die Zahlen belegen sowohl die hohe Wirksamkeit von stationären Löschanlagen bei Entstehungsbränden als auch den schnellen und zuverlässigen Löscherfolg.
Aufgeschlüsselt nach Objekten und Branchen bleiben die Brandrisiken laut bvfa-Löschstatistik im Vergleich zu den Vorjahren nahezu unverändert: Objekte mit hohem Brandrisiko waren erneut EDV-Anlagen und elektrische Schaltanlagen sowie Werkzeugmaschinen. Entsprechend häufig betroffen waren die strom- und maschinenintensiven Branchen Metallverarbeitung (30 Prozent) und Automobilindustrie (18 Prozent).
Die Wahl der Löschsysteme erfolgte gezielt nach Einsatzbereich: So kamen CO2-Löschanlagen (64 Prozent) vor allem beim Schutz von Maschinen und Produktionsanlagen zum Einsatz, Inertgas-Löschanlagen (30 Prozent) wurden überwiegend für den Raumschutz verwendet, während zusätzlich synthetische (chemische) Löschgase in EDV-Anlagen Anwendung fanden.
Neu sei laut bvfa, dass Sprinkler aufgrund der schnellen Löschwirkung und der geringen Löschwassermenge zunehmend auch in Sonderbauten aus Holz eingesetzt werden, wo der Einsatz anderer anlagentechnischer Brandschutzmaßnahmen durch Vorgaben aus den Bauordnungen und Sonderbauvorschriften häufig bereits ausgereizt wäre.
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