Eignung von Brandbegrenzungsdecken im Fokus

Um beim Brandschutz zu unterstützen, informiert die DGUV über den korrekten Einsatz von Brandbegrenzungsdecken.

(jg) Der Fachbereich „Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hat ein Dokument veröffentlicht, das eine Einordnung zum Umgang mit Brandbegrenzungsdecken bietet. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Einsatzgrenzen sowie Gefährdungen für Beschäftigte. So sollen Fehlanwendungen vermieden werden.

Brandbegrenzungsdecken, häufig „Brandschutzdecken“ genannt, stellen Abdecksysteme dar, die sowohl vor der Entstehung einen potenziell eintretenden Brand räumlich eingrenzen als auch danach dessen Ausbreitung verzögern können. Im Hinblick auf Konstruktion, Material und Abmessungen unterscheiden sie sich von Löschdecken gemäß der Norm DIN EN 1869 zur Bekämpfung von Kleinbränden. Denn Brandbegrenzungsdecken dienen nicht der aktiven Brandbekämpfung.

Der DGUV zufolge ist in versicherten Betrieben ein zunehmender Einsatz von Brandbegrenzungsdecken zu beobachten, wie etwa in Logistik-, Werkstatt- und Depotbereichen. Hintergrund sei, dass diese von Herstellern teilweise als Maßnahme zur Eindämmung von Bränden beworben und insbesondere im Zusammenhang mit Lithium-Ionen-Batterien als geeignet dargestellt würden. Dabei würden etwa hohe Temperaturbeständigkeiten, eine „Eindämmung“, „Beherrschung“ oder „Begrenzung“ des Brandgeschehens betont. Die angegebenen Eigenschaften könnten zu der Annahme führen, dass die Decken eine geeignete Maßnahme des betrieblichen Brandschutzes seien.

Aus brandschutztechnischer Sicht ist der Einsatz von Brandbegrenzungsdecken laut DGUV jedoch kritisch zu bewerten. Angaben zu hohen Temperaturbeständigkeiten oder nicht brennbaren Materialien würden etwas über die Eigenschaften des Deckenmaterials aussagen, allerdings nichts darüber, ob ein Brandereignis wirksam und sicher begrenzt werden könne.

Das Dokument „FBFHB-041: Einsatz von Brandbegrenzungsdecken bei Bränden“ samt potenzieller Gefährdungen für Anwender ist kostenfrei zum Download erhältlich.

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