Reedereien verhängen Strafen

Künftig drohen Versendern, die Gefahrgut falsch deklarieren, Geldbußen

(ur) Die Reederei Hapag Lloyd informiert derzeit ihre Kunden, dass sie von 15. September 2019 an für jeden falsch deklarierten Gefahrgut-Container eine Strafe von 15.000 US Dollar verhängen wird. Wer es versäume, seine Gefahrgüter entsprechend ordnungsgemäß zu deklarieren, verstoße nicht nur gegen Gefahrgutvorschriften und mache sich strafbar, sondern hafte auch für alle Kosten und Konsequenzen im Zusammenhang mit Verstößen, Bußgeldern, Schäden, Zwischenfällen, Ansprüchen und Abhilfemaßnahmen, die aus Fällen nicht deklarierter oder falsch deklarierter Ladungen resultieren, erklärt die Reederei.

Falsch deklarierte Gefahrgutladungen stehen im Verdacht, in den letzten Monaten als Ursache oder zumindest Mitverursacher von Bränden auf Containerschiffen verantwortlich zu sein. Hapag Lloyd war Anfang Januar 2019 selbst von einem von falsch deklariertem Gefahrgut verursachten Containerbrand auf der „Yantian Express“ im Atlantik betroffen.

Andere Containerlinien ergreifen ähnliche Maßnahmen gegen Versender, die Gefahrgut falsch oder nicht deklarieren. So berichtet die englischsprachige Publikation „The Loadstar“, dass die Reederei Evergreen eine der ersten war, die bei falschen Angaben Bußgelder zwischen 4.000 bis 45.000 Dollar erheben will.

Auch die Reederei Orient Overseas Container Line (OOCL) hat angekündigt, Gefahrgut selektiv oder stichprobenartig verstärkt zu kontrollieren und Strafen zu verhängen. Gegenüber „The Loadstar“ verlautbarte die Reedereizentrale in Hongkong, dass Ungereimtheiten zwischen der Ladung, wie sie in den Dokumenten deklariert wurde und dem, was sich physisch im Container befindet, zu einer Gebühr für die falsche Deklaration gefährlicher Ladungen führt. Wobei die Höhe der zu entrichtenden Gebühr von dem Ausmaß der Unterschiede abhänge und Container möglicherweise nicht verladen werden und stehen bleiben.

Wie wir bereits  berichteten, begrüßt der internationale Transportversicherer TT Club diese Initiativen der Reedereien. siehe dazu: Gegen falsch deklarierte Gefahrgüter

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