Schweiz: Risikovorsorge bei Chlortransporten

Verwaltung und Wirtschaft wollen die Risiken beim Transport von Chlor auf der Schiene gemeinsam untersuchen und vorsorgliche Maßnahmen entwickeln.

(mih) Verwaltung und Wirtschaft in der Schweiz wollen die Risiken beim Transport von Chlor auf der Schiene unter Kontrolle behalten. Bis Ende dieses Jahres sollen unter der Leitung des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) gemeinsam geeignete, vorsorgliche Maßnahmen untersucht und ausgewertet sein. Danach soll deren Umsetzung festgelegt werden, um auch in Zukunft untragbare Risiken zu vermeiden.

Im September 2014 hatten das BAFU, die betroffenen Kantone (Genf, Waadt, Wallis und Basel) und die am Transport von Chlor auf der Schiene beteiligten Organisationen – die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), der Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech (scienceindustries), die Kesselwagenhalter (VAP) und das Bundesamt für Verkehr (BAV) – die Situation zu den Chlortransporten am Genferseebogen analysiert. Das Ergebnis: Infolge der vorgesehenen Siedlungsentwicklung und -verdichtung in den Ballungsräumen Genf und Lausanne-Morges in 10 bis 20 Jahren könnten die heute akzeptablen Risiken untragbar werden; dies selbst dann, sollte der Umfang der Transporte unverändert bleiben.

Gemeinsam beschlossen die Beteiligten Anfang Januar, bis Ende 2015 folgende Optionen vertieft zu untersuchen:

  • raumplanerische und bauliche Maßnahmen, um betroffene Gebiete oder Bauten besser zu schützen;
  • Beschränkung und Steuerung der Chlortransporte sowie weitere Verbesserungen an den Kesselwagen;
  • Produktion des Chlors am Ort des Verbrauchs und Beschaffung über andere Transportwege.

Um die Risiken in den dicht besiedelten Räumen Genf und Lausanne kurzfristig zu reduzieren, werden bereits jetzt Umfahrungen eingerichtet und die Maximalgeschwindigkeit von Zügen mit Chlor an bestimmten Stellen reduziert.

Grundlage der Zusammenarbeit ist die schweizerische Störfallverordnung und die gemeinsam entwickelte Methodik, um Risiken infolge von Gefahrguttransporten abzuschätzen (sog. Screening). Mit deren Hilfe erstellt das BAV regelmäßig eine Risikoübersicht (letztmals 2011). Die Methodik wurde bereits 2002 verwendet, um die Risiken infolge der Chlortransporte abzuschätzen. Mit gezielten Maßnahmen, wie verbesserten Kesselwagen und deren Ausrüstung mit Entgleisungsdetektoren, wurden die Risiken auf ein tragbares Maß gesenkt.

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