Ein Jahr Lang-Lkw

Allianz pro Schiene zieht kritische Bilanz des Feldversuchs.

(fu) Seit einem Jahr läuft der Gigaliner-Feldversuch in sieben Bundesländern. Aus diesem Anlass hat die Allianz pro Schiene das Projekt des Bundes als "verkehrspolitischen Rohrkrepierer" kritisiert. Zurzeit sind nach Informationen der Bundesanstalt für Straßenwesen statt der ursprünglich angestrebten 400 nur 36 Fahrzeuge von 20 Speditionen für den Versuch registriert. "Auf dieser schmalen Basis ist es äußerst fraglich, ob eine wissenschaftliche Begleitung dieses Tests überhaupt aussagekräftig ist", betont der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. Er erinnert daran, dass gegen die gesetzliche Grundlage der Testfahrten, die mangels Bundesratsmehrheit vor genau einem Jahr per Ausnahmeverordnung starten mussten, noch eine Klage der Bundestagsfraktionen von SPD und Grünen vor dem Bundesverfassungsgericht anhängig ist.

 

Das genehmigte Streckennetz ist schon im ersten Test-Jahr um 1800 Kilometer angewachsen ist: Nach Aufstellung der Pro Schiene-Fraktion hat Niedersachsen die meisten Kilometer nachgemeldet, während in Bayern prozentual die meisten Strecken neu hinzukamen. Schleswig-Holstein hat unterdessen zehn zunächst im Routenplan enthaltene Kreuzungen zwischen Riesen-Lkw und Bahnübergängen wieder gestrichen.

 

Die Allianz kritisiert auch die Gefahrgut-Regelungen für die Lang-Lkw: So dürften im Zuge der Änderungen inzwischen auch Gefahrgutmengen in Palettengröße von Riesen-Lkw geladen werden, kritisierte Flege.

 

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht in den Lang-Lkw vor allem eine Möglichkeit, das Verkehrswachstum besser zu bewältigen und zum Klimaschutz beizutragen. Da der Güterverkehr bis zum Jahr 2025 voraussichtlich um 70 Prozent wachsen wird, müssten alle Verkehrsträger in Zukunft mehr leisten, argumentiert der VDA.

 

Das Bundesverkehrsministerium unterstützt den Feldversuch mit Lang-Lkw, obwohl 2007 der Einsatz von Gigalinern mit bis zu 50 Tonnen aufgrund der hohen Belastung für die Infrastruktur und Sicherheitsbedenken abgelehnt wurde. Im jetzt laufenden Feldversuch, der auf fünf Jahre angelegt ist, sind bis zu 25 Meter lange Lkw mit maximal 44 Tonnen im Einsatz. Die Obergrenze für Fahrzeuge in Deutschland liegt bei 19 Metern Länge und einem Gewicht von bis zu 40 Tonnen.

 

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