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Binnenschifffahrt: digitale Navigationshilfen sind häufig an Bord

Das BAG hat im Auftrag des BMVI untersucht, inwieweit die Digitalisierung in der Binnenschifffahrt in Deutschland vorangeschritten ist. Die Tankschifffahrt nimmt dabei eine gewisse Vorreiterrolle ein.

11.09.2018 | Landverkehr - ADR, RID und ADN | Meldungen

(mih) Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen einer repräsentativen Studie untersucht, inwieweit die Digitalisierung in der Binnenschifffahrt in Deutschland vorangeschritten ist. Technische Systeme wie Inland-AIS (automatisches Schiffsidentifizierungssystem), ECDIS (elektronisches Kartendarstellungs- und Informationssystem), Geräte zur Berechnung von Brückendurchfahrtshöhen oder integrierte Systeme zur automatischen Bahnführung unterstützen die Schiffsführung bei wichtigen Navigationsentscheidungen.

Insgesamt nutzen rund 93 % der befragten Unternehmen in der Trockengüterschifffahrt und alle befragten Unternehmen in der Tankschifffahrt zumindest eine dieser digitalen Navigationshilfen. In der Personenschifffahrt kommen diese Geräte nur bei rund 81 % der befragten Unternehmen zum Einsatz. Gerade bei schlechter Sicht können diese technischen Systeme der Schiffsführung wertvolle Informationen liefern und somit einen wichtigen Beitrag leisten, die Schifffahrt auf Binnengewässern sicherer zu gestalten.

Computer, Smartphones, Laptops sowie Tablets sind auf Binnenschiffen ebenfalls häufig im Einsatz. Rund 88 % der befragten Binnenschifffahrtsunternehmen, darunter alle Tankschifffahrtsunternehmen, statten ihre Schiffe mit mindestens einer dieser Hardware aus. Vergleichsweise weniger verbreitet sind Programme, um Daten elektronisch zu übermitteln. Diese Programme können dazu beitragen, Mehrfachmeldungen von Binnenschiffern an die zuständigen Behörden sowie deren Partner in der multimodalen Beförderungskette zu vermeiden. In der Tankschifffahrt setzen rund 88 % der befragten Unternehmen derartige Programme ein. In der Trockengüter- und Personenschifffahrt sind es nur rund 58 % bzw. rund 36 %.


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