USA: bestimmte Klasse-1-Stoffe einfacher einstufen

Die PHMSA implementiert für bestimmte Feuerwerkskörper mit geringem Gefahrenpotenzial und andere energetische Stoffe ein neues Klassifizierungs- und Zulassungsverfahren.

(mih) Die US-amerikanische Pipeline and Hazardous Materials Safety Administration (PHMSA) wird aufwendige behördliche Verfahren und Anforderungen für den Transport von Feuerwerkskörpern mit geringem Gefahrenpotenzial und bestimmten anderen energetischen Stoffen abschaffen. Mit der Final Rule HM-257A „Hazardous Materials: Streamlining Requirements for the Approval of Certain Energetic Materials“ vom 2. Juni 2026 will es die Behörde Herstellern und Versendern bestimmter energetischer Stoffe ermöglichen, anstatt veralteter, zeitintensiver Klassifizierungs- und Zulassungsverfahren künftig effizientere Abläufe für den Transport dieser Materialien über alle Verkehrsträger zu nutzen.

Im Mittelpunkt der Regelung, die am 2. Juli 2026 in Kraft tritt, steht laut PHMSA die Umstellung auf ein modernes, rein elektronisches System, bei welchem das PHMSA-Portal die einzige Möglichkeit ist, um Zulassungsanträge für Explosivstoffe einzureichen. Im Rahmen der aktualisierten Anforderungen dürfen Unternehmen der Feuerwerksbranche für 17 verschiedene Arten von Bodenfeuerwerkskörpern mit geringem Gefahrenpotenzial – darunter Fontänen, Wunderkerzen und Raucherzeuger – ein Selbstzertifizierungsverfahren anwenden. Zudem wird eine langjährige Unsicherheit bezüglich Handfeuerwaffen beseitigt, indem die Regelung ausdrücklich klarstellt, dass Patronen mit Leuchtspurgeschossen für eine Selbsteinstufung als Stoffe der Unterklasse 1.4S infrage kommen.

Die PHMSA geht davon aus, dass diese Neuerungen die regulatorische Flexibilität erhöhen, den internationalen Handel erleichtern und die damit verbundenen Kosten senken, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Die Behörde prognostiziert, dass diese Regelung im Laufe von zehn Jahren zu Kosteneinsparungen in Höhe von 2,2 Mio. US-Dollar netto führen wird. Zudem soll der administrative Aufwand drastisch reduziert und die dringend benötigte Flexibilität entlang der Lieferkette geschaffen werden.

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