Lagerung: neue Brandversuche mit Lithium-Ionen-Batterien
Der Gewerbeimmobilienversicherer FM Global hat erneut daran geforscht, die Brandschutzberatung für Lager mit Lithium-Ionen-Batterien weiterzuentwickeln.
(mih) Lithium-Ionen-Batterien, die z.B. in Smartphones, Elektroautos und Energiespeichersystemen eingesetzt werden, können Feuer fangen und explodieren. Dieses Risiko ist um ein Vielfaches größer in einem Lager, wo Hunderttausende solcher Batterien gelagert werden.
Aus diesem Grund hat FM Global, weltweit agierender US-amerikanischer Gewerbeimmobilienversicherer, erneut mit zwei Partnern daran geforscht, die Brandschutzberatung für Lager mit Lithium-Ionen-Batterien weiterzuentwickeln. Das Forschungsprojekt baute auf Arbeiten in vorherigen Jahren auf und umfasste Brandprüfungen in großem Maßstab im unternehmenseigenen, 10.000 Quadratmeter großen Brandschutz-Labor in West Glocester (RI, USA). Die wichtigsten Ergebnisse:
- Wellpappekartons und Kunststoffteiler neigen dazu, Feuer zu fangen, bevor die kartonierten Batterien wesentlich beteiligt sind.
- Großformatige Lithium-Ionen-Batterien, wie sie u.a. in Elektroautos verwendet werden, weisen im Allgemeinen ein höheres Risiko auf als kleinformatige Batterien (z.B. für Smartphones und Laptops). Großformatige Batterien neigen dazu, sich bei einem Feuer in einem Lager schneller zu entzünden.
- Richtig konfigurierte Deckensprinkler können das Feuer, sei es durch eine explodierende Batterie oder eine externe Quelle entstanden, unterdrücken.
Ein ausführlicher Bericht über die Prüfungen, Daten und Brandschutzempfehlungen ist hier abrufbar.

