Safety und Security im Luftverkehr

Um die Sicherheit im Bereich Luftfracht zu erhöhen, plädiert die IATA für eine stärkere und gezieltere Kooperation aller Akteure.

(os) Die International Air Transport Association (IATA) hat aktuell ein Positionspapier veröffentlicht mit dem Ziel, die Sicherheit im Luftfrachttransportsektor weiter zu erhöhen. In dem White Paper mit dem Titel „Safety and Security in the Cargo Supply Chain: Prevention, Detection, Management and Resolution of Risks with Dangerous Goods“ schlägt der internationale Dachverband der Fluggesellschaften diesbezüglich einen umfassenden, risikobasierten und mehrstufigen Ansatz vor, welcher so früh wie möglich innerhalb der Lieferkette ansetzt und eine verstärkte Zusammenarbeit aller Beteiligten fördert.

In dem Dokument argumentiert die IATA, dass die weltweiten Luftfracht-Lieferketten heutzutage vermehrt mit einer sich wandelnden Kombination aus Sicherheits- und Gefahrenrisiken konfrontiert seien, welche von gefährlichen Gütern ausgehen, die entweder nicht deklariert, falsch deklariert oder sogar gezielt als Waffe eingesetzt würden. Diese Risiken hätten sich durch das rasante Wachstum des E-Commerce, die weite Verbreitung von Lithiumbatterien in Konsumgütern, zunehmend komplexe Lieferketten sowie das Aufkommen improvisierter Brandsätze, die gezielt gegen den Luftfrachtbetrieb eingesetzt werden, weiter verschärft.

Entsprechend sieht die IATA die Bereiche aviation safety (Flugsicherheit) und aviation security (Luftsicherheit) als unterschiedliche, aber sich ergänzende Disziplinen an, deren Ziele sich vor allem dann überschneiden, wenn Gefahrgüter absichtlich verheimlicht, falsch dargestellt oder als Waffe eingesetzt werden und wenn Sicherheitsvorfälle ähnliche Folgen haben können. Ein effektives Risikomanagement erfordere daher ein koordiniertes Vorgehen entlang beider Disziplinen unter Wahrung ihrer jeweiligen Mandate, Kompetenzen und operativen Prioritäten.

Um unzulässige Gefahrgüter innerhalb der Lieferkette so früh wie möglich zu identifizieren bzw. auszuschließen, appelliert die IATA an die Staaten, für eine strategische Ausrichtung, eine koordinierte Aufsicht, harmonisierte Anforderungen und eine verhältnismäßige Durchsetzung der Vorschriften zu sorgen: So sollten etwa Hersteller, Einzelhändler, Postdienstleister, Spediteure und Flughäfen gemeinschaftlich Kontrollen anwenden, die ihren jeweiligen Verantwortlichkeiten und Risiken angemessen sind.

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