Resorcin – doch kein SVHC-Stoff?

Dissens bei der Bewertung als endokriner Disruptor

(ur) Bei der Tagung des Ausschusses der Mitgliedstaaten (Member State Committee - MSC) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) im Juni wurde der Vorschlag Frankreichs, Resorcin (EC 203-585-2; CAS 108-46-3) als einen besonders besorgniserregenden Stoff (Substances of Very High Concern - SVHC) zu identifizieren, nicht einstimmig angenommen. Dies berichtet die ECHA. Jedoch erkannte der Ausschuss an, dass es wissenschaftliche Beweise dafür gibt, dass Resorcin ein endokriner Disruptor im Sinne der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist.

Das weitere Verfahren sieht nun vor, dass der REACH-Ausschuss der Europäischen Kommission sich damit befasst. Nachdem die Stellungnahme des MSC eingegangen ist, hat die Kommission drei Monate Zeit, um einen Vorschlagsentwurf zur Identifizierung als SVHC vorzubereiten. In einem Ausschussverfahren wird dann eine endgültige Entscheidung getroffen werden.

Resorcin wird zur Herstellung von Gummimischungen, Harzen und Beschichtungen sowie von Kosmetika verwendet. Es ist der erste Stoff, der wegen seiner schilddrüsenzerstörenden Wirkung beim Menschen als SVHC vorgeschlagen wurde. Eine Mehrheit der Ausschussmitglieder kam zu dem Schluss, dass es wissenschaftliche Beweise für wahrscheinlich schwerwiegende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit aufgrund von Hypothyreose (mangelnde Versorgung des Körpers mit den Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin und Thyroxin - Schilddrüsenunterfunktion) und mögliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Nervensystems während der Schwangerschaft gibt. Einige wenige Mitglieder waren jedoch anderer Ansicht.

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