Vermietung von Tank- und Silofahrzeugen

Die Vermietung von Tank- und Silofahrzeugen weist einige Besonderheiten auf. Die Mietdauer ist eher länger, die Kundenbetreuung intensiver und das Rückgabeprozedere umfangreicher. Hier ein Einblick in diesen speziellen Markt.

(skl) Ein neuer Standard-Tanksattelauflieger für Chemikalien kostet heute um die 100.000 Euro, je nach Zahl der Kammern und zusätzlicher Ausstattung (zum Beispiel, ob auch das Chassis in Edelstahl ausgeführt ist). Eine solche Investition sollte von einem Fuhrunternehmer also schon gut überlegt sein, gerade wenn er keine feste Kundschaft oder langfristige Verträge hat.

Eine mögliche Alternative ist das Anmieten von Tankfahrzeugen, wie es außerhalb Deutschlands schon weiter verbreitet ist. Egal, ob auf diese Weise nur saisonale Spitzen abgedeckt werden müssen, der Ausfall eines Bestandsfahrzeugs überbrückt oder doch ein langfristiger Auftrag abzuarbeiten ist, der schnellstmöglich begonnen werden soll: die Miete hat gegenüber dem Kauf einige Vorteile in puncto Kapitalbindung und Flexibilität. So wird mehr Raum für andere Investitionen ermöglicht. Läuft der Mietvertrag aus oder ist das Fahrzeug zu alt, kommt ein neues Fahrzeug zum Einsatz – so bleibt der Kunde immer auf dem aktuellen Stand der Technik. Auf der anderen Seite können mitunter aber auch Kaufoptionen vereinbart werden, wenn ein Kunde mit dem Fahrzeug zufrieden ist und der Restwert günstig erscheint.

Nur eine gute Handvoll Unternehmen ist in der Vermietung von Tank- und Silofahrzeugen auf dem deutschen Markt aktiv. Die Anbieter haben oft auch Standard-Kofferfahrzeuge oder -Planenauflieger für feste Güter im Portfolio. Während größere Anbieter wie TIP Trailer Services über einen festen Pool auch bei den Tankfahrzeugen verfügen, können kleinere auch mal gerade kein einziges Fahrzeug im Bereich Tank/Silo im Bestand haben. „Bei ernsthaftem Kundeninteresse kann das gewünschte Fahrzeug aber zeitnah auf dem Gebraucht-Fahrzeugmarkt beschafft werden“, so ein Branchen-Insider.

Tage- oder wochenweise Kurzzeitvermietungen sind bei Tank- und Silofahrzeugen eher die Ausnahme, entsprechende Anfragen werden von den meisten Anbietern negativ beschieden – außer vielleicht, es handelt sich um Stammkunden. Die Mietverträge werden in der Regel über ein halbes bis ganzes Jahr, oft über mehrere Jahre geschlossen – gerade dann, wenn der Kunde Extra-Wünsche beim Corporate Design (Firmenlackierung) oder der Fahrzeugkonfiguration äußert und der Auflieger dementsprechend erst vom Vermieter beschafft wird.

Die Verträge sind oft gespickt mit zahlreichen Auflagen, schließlich sind die Fahrzeuge vor allem in Bezug auf Gefahrgutladungen empfindlich. So ist es hier besonders wichtig, den Tank- oder Siloauflieger wirklich nur mit den zugelassenen Produkten zu befüllen und regelmäßig zu reinigen, gerade wenn eine Reinigung verladerseitig vorgeschrieben ist. Ansonsten setzen Verschmutzungen die Lebensdauer des Tanks herab oder lässt diesen sogar unbrauchbar werden. Auch vor der Rückgabe an den Vermieter ist eine Reinigung Pflicht. Meist wird der Tankauflieger mit European Cleaning Document herausgegeben und ein solches ECD auch bei der Rückgabe gefordert. Oft muss der Vermieter während der Mietzeit zwischen Kunde und Fahrzeughersteller vermitteln, ob denn ein Produkt wirklich in den jeweiligen Tank darf.

Das Fachmagazin "gefährliche ladung" stellt in seiner September-Ausgabe Berichte rund um Tankfahrzeuge in den Mittelpunkt. Zum Thema "Vermietung" werden die Anbieter mit ihren Besonderheiten vorgestellt.

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