Schwaches Jahr für den Rhein
Waldhof, Niedrig-Wasser, Weltkonjunktur machten der Rheinschifffahrt im Jahr 2011 zu schaffen.
(ur) Im Jahr 2011 gingen die auf dem Rhein beförderten Gütermengen um mehr als fünf Prozent und in der Tankschifffahrt um über neun Prozent zurück. Dies teilt die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) mit. Für diese Entwicklung nennt das ZRK drei Gründe:
- Die einmonatige Sperrung des Rheins aufgrund der Havarie der Waldhof Anfang 2011.
- Ein zu niedrigerer Wasserstand im Frühjahr und Herbst schmälert die Ladekapazität der Schiffe und führt zu Rückgängen bei der Beförderung, insbesondere bei Baustoffen.
- Im zweiten Halbjahr machen sich die Folgen des weltweit schwächeren Wirtschaftswachstums bemerkbar.
Besserung ist vorläufig kaum in Sicht: Für das Jahr 2012 sei die Prognose für die Beförderungsnachfrage im Trockenladungsbereich mit mehr oder weniger großen Unsicherheiten behaftet. Die allgemeinen Wirtschaftsprognosen lasse befürchten, dass Europa im Laufe des Jahres 2012 in eine Rezession eintreten könnte. Auch für den Tankschifffahrtssektor, dessen Beförderungsangebot weiterhin wächst, könne keine deutlich steigende Nachfrage erhofft werden.

