VCI: Standort Deutschland bekommt Wettbewerbsproblem

Die ersten sechs Monate dieses Jahres waren herausfordernd für die Unternehmen der Chemisch-pharmazeutischen Industrie.

(os) Lange Lieferzeiten, hohe Frachtkosten sowie Engpässe bei Vorleistungen und Materialien, dazu steigende Energie- und Rohstoffpreise – das erste Halbjahr 2022 war ein herausforderndes für die Unternehmen der Chemisch-pharmazeutischen Industrie. Als Resultat konnte die Branche ihre Produktion mit 0,5 Prozent nur wenig ausweiten, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) anhand seiner Halbjahresbilanz verkündete. Der Branchenumsatz erhöhte sich aufgrund der stark gestiegenen Erzeugerpreise um 22 Prozent auf 130 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Von Produktionseinbußen betroffen war vor allem das Segment Fein- und Spezialchemie (-9 Prozent), während lediglich die Sparte ­Polymere einen leichten Zuwachs (+3 Prozent) verzeichnen konnte. Für das Gesamtjahr 2022 prognostiziert der Verband für die Branche einen Produktionsrückgang um 1,5 Prozent, für das reine Chemiegeschäft sogar um 4 Prozent.

Problematisch für die Belieferung der Branche mit Rohstoffen und Gütern sei auch der überlastete Schienenverkehr, bei dem wegen anstehender Baumaßnahmen zur Ertüchtigung des Schienennetzes zusätzliche Verschlechterungen erwartet werden. Statt temporär mehr Transporte auf die Straße zu verlagern, fordert der VCI eine Entzerrung der Bauarbeiten an Parallel-Trassen und einen optimierten Dialog mit der Kundengruppe Industrie, um der durch die Einschränkungen drohenden Gefährdung der Branchenstandorte zu begegnen.

Im Austausch mit der Bundesregierung und der Bundesnetzagentur arbeitet die Branche zudem an verschiedenen Szenarien, um der Drosselung der russischen Gaslieferungen zu begegnen. Hier wisse man die entsprechenden Zusagen zu schätzen, alle zur Verfügung stehenden Kohlekraftwerke wieder ans Netz nehmen zu dürfen.

Auf EU-Ebene hingegen sieht der VCI hinsichtlich der vielen Umwelt- und Klimaregulierungen sowie beim geplanten CO2-Grenzausgleich einen fehlenden Bezug zur Realität in den Betrieben und Märkten. Zudem plädiert der Verband dafür, in Deutschland durch die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren auch für Industrieprojekte die Transformation der Wirtschaft voranzutreiben und den Standort attraktiver zu machen.

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