Deutscher Gefahrgut-Preis

Jahr für Jahr findet im Februar in festlichem Rahmen die Verleihung des Deutschen Gefahrgut-Preises statt. Der gern als "Gefahrgut-Oscar" bezeichnete Preis wird seit 1991 von der Redaktion des Gefahrgut-Magazins "gefährliche ladung" für besondere individuelle Leistungen um ein Mehr an Sicherheit ausgeschrieben. Überreicht wird die Auszeichnung durch den Bundesminister für Verkehr bzw. dessen Vertreter. Teilnehmer der Veranstaltung sind 140 geladene Gäste – die Crème de la Crème der Gefahrgutwelt.

Die Gäste befinden sich in bester Gesellschaft, denn zu ihnen zählen auch viele frühere Preisträger. Sie sind ein Beleg dafür, wie vielfältig die Gefahrgutbranche, deren unterschiedliche Anforderungen und Möglichkeiten der Mitwirkung für mehr Sicherheit sind: Gefahrgutbeauftragte aus Industrie und Transport, eine Krankenschwester, ein Rechtsanwalt, Technische Führungskräfte, ein Sachverständiger, Unternehmer, Verbands- und Verwaltungsmitarbeiter, ein Wasserschutzpolizeidirektor, sogar ein Abteilungsleiter des britischen Verkehrsministeriums zählen zu den bislang ausgezeichneten Personen.

Die nächste Preisverleihung findet statt am 17. Februar 2019.

» 35. Internationale Gefahrgut-Tage Hamburg

 


Wie wird man Preisträger?

Der Deutsche Gefahrgut-Preis wird grundsätzlich verliehen an eine natürliche Person – also keine Firma, Produkt oder Verfahren –, die auf dem Gebiet des Gefahrgutrechts, der Gefahrgutbeförderung, Umschlags, Umgangs und/oder Umschließung gefährlicher Güter Außergewöhnliches geleistet und dabei gleichzeitig einen nennenswerten Beitrag zur Sicherheit der Beförderung gefährlicher Güter erbracht hat.

Eine unabhängige Jury aus derzeit zwölf führenden Vertretern der gefahrgutrelevanten Verbände, Organisationen und Behörden wählt im Herbst jeden Jahres den Preisträger aus den eingebrachten Vorschlägen aus.

Der frisch gekürte Preisträger wird unmittelbar im Anschluss an die Jurysitzung telefonisch informiert und hat dann ausreichend Zeit, seinen Blutdruck wieder unter Kontrolle zu bringen und seine Replik auf Jury-Begründung und ministerliche Laudatio zu formulieren.

Preisträger-Vorschläge können jederzeit und von jeder Person oder Organisation bis jeweils Anfang September eingereicht werden. Wenn Sie einen Kandidaten für den nächsten Deutschen Gefahrgut-Preis vorschlagen, sollen in der möglichst ausführlichen Begründung

  • die konkrete Idee oder
  • das tatsächliche Wirken des Kandidaten beschrieben sowie
  • der Grad der Außergewöhnlichkeit und
  • die mittelbare oder unmittelbare Sicherheitswirkung erläutert werden.


Reichen Sie Ihren Vorschlag bitte schriftlich per Post oder E-Mail ein.

Postanschrift:

ecomed-Storck GmbH
Storck Verlag Hamburg
Uwe Heins
Neuhöfer Str. 23 / Haus 5
21107 Hamburg

 


Die Jury

Die derzeitigen Jury-Mitglieder sind:

Hermann Brockhaus
Hermann Brockhaus
Luftfahrt-Bundesamt
Dr. Jürgen Bruder
Dr. Jürgen Bruder
Industrieverband Kunststoffverpackungen
Dr. Anton Erhard
Dr. Thomas Goedecke
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Andrea Heid
Andrea Heid
Verband der Chemischen Industrie
Uwe Heins
Uwe Heins
Redaktion
"gefährliche ladung"
Andrea Höbel
Andrea Höbel
Deutscher Industrie- und Handelskammertag
Frank Huster
Frank Huster
Deutscher Speditions- und Logistikverband
- Preisträger 2013 -
Dr. Martin Kröger
Dr. Martin Kröger
Verband Deutscher Reeder
Michael Pätzold
Michael Pätzold
Verband Chemiehandel
Katharina Pollück
Katharina Pollück
Verband der Automobilindustrie
Gudula Schwan
Gudula Schwan
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Jürgen Tuscher
Jürgen Tuscher
Verband der Güterwagenhalter in Deutschland
Karsten Witt
Karsten Witt
Wasserschutzpolizei Hamburg

 


Der Preis

Der Deutsche Gefahrgut-Preis ist eine in limitierter Auflage gefertigte Bronzeskulptur des dänischen Künstlers Keld Moseholm Jörgensen. Sie symbolisiert die Notwendigkeit der Teamarbeit beim Umgang mit gefährlichen Gütern, den Balanceakt zwischen Theorie und Praxis, das mühsame Vorankommen im täglichen Gefahrgutgeschäft. Gleichzeitig wird das hohe Maß an gelebtem Verantwortungsbewusstsein der daran Beteiligten für Gesellschaft und Umwelt bewusst gemacht.

Website: moseholm.dk

Deutscher Gefahrgut-Preis

 


Die Preisträger

Die bisherigen 28 Preisträger im Überblick:

2018

Dr. Fabian-Alexander Polonius
Gefahrgutbeauftragter der Daimler AG in Stuttgart. Sein Verdienst ist in erster Linie, dass er wesentlich dazu beigetragen hat, Sicherheits-Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit alternativen Fahrzeugantrieben zu entwickeln, dabei insbesondere bei der Beförderung beschädigter Lithiumbatterien, und dazu den offenen Informationsaustausch auch mit Wettbewerbern betrieben hat.

Bericht auf gefahrgut.de


2017

Gerhard Lahmann
Gefahrgut-Manager beim mittelständischen Gase- und Energiehändler Westfalen AG, für seine intensiven Bemühungen, alle Beteiligten, insbesondere die Fahrer, durch Schulung zu sensibilisieren und Sicherheitswissen zu vermitteln. Hervorzuheben ist sein ehrenamtliches Wirken in Verbänden und Gremien.

Bericht auf gefahrgut.de


2016

Hans-Leo Bock
Rechtsanwalt, für seine Fähigkeit und Praxis, das komplexe Gefahrgutrecht auch Nicht-Juristen verständlich zu machen und andererseits dem Sachbearbeiter bei der Bußgeldbehörde oder dem Richter aufzuzeigen, welche Sicherheitsziele mit dem technisch geprägten Gefahrgutrecht erreicht werden sollen. Außerdem ist er in der Lage, die Verantwortlichkeiten sauber den einzelnen Transportbeteiligten zuzuordnen.

Bericht auf gefahrgut.de


 

Vollständige Liste der Preisträger (hier aufklappen)
2015

Rainer Kogelheide
Technischer Leiter und Mitglied des Managementboards der GATX Rail Europe, für die konsequente Umsetzung seiner Maxime "Sicherheit geht vor" sowohl im eigenen Kesselwagen-Vermietunternehmen als auch in der nationalen und europäischen Verbands- und Normenarbeit.

Bericht auf gefahrgut.de


2014

Albert Lauer
Sachverständiger bei Dekra und Mitglied der deutschen Delegation bei WP.15 sowie des Ausschusses für Gefahrgutbeförderung (AGGB) des BMVI, für seine bedeutenden Leistungen beim Aufbau der Tankwagenfahrerausbildung und der Fortentwicklung der technischen Sicherheit an Gefahrgutfahrzeugen.

Bericht auf gefahrgut.de


2013

Frank Huster
Hauptgeschäftsführer des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV), für seine Arbeit in den nationalen Beratungs- und internationalen Rechtsetzungsgremien, bei der er die Wahrung von Wirtschaftsinteressen und die Erhöhung der Transportsicherheit zu vereinen wusste.

Bericht auf gefahrgut.de


2012

Uwe Kraft
Sachgebietsleiter beim Hafenamt Bremische Häfen und stellv. Hafenkapitän, für sein äußerst fachkundiges und über das übliche Maß weit hinausgehendes Engagement zur praxisgerechten Fortentwicklung der Gefahrgut-Seeverkehrsvorschriften.

Video auf YouTube

Bericht auf gefahrgut.de


2011

Eva-Maria Meyer
Gefahrgutbeauftragte der Klinikum Region Hannover GmbH (KRH), für ihre respektable Leistung beim Aufbau eines sicheren und praxisgerechten Transportsystems von Proben der Gefahrklasse 6.2 (infektiöse Materialien), das Modellcharakter für andere Krankenhäuser und Labore hat.

Bericht auf gefahrgut.de


2010

Dr. Eva Keßler
Gefahrgutbeauftragte der 3M Deutschland und der 3M ESPE, für ihre maßgebliche Mitarbeit an der Gestaltung und praxisorientierten Umsetzung des "Global Harmonisierten Systems" (GHS) auch und gerade hinsichtlich dessen Bedeutung für den Gefahrguttransport.

Bericht auf gefahrgut.de


2009

Peter Kröger
Gefahrgutbeauftragter der Shell Deutschland Oil, für sein außergewöhnliches Engagement bei der Entwicklung sicherer Tankfahrzeuge für den Mineralöltransport sowie den Aufbau der Fahrerausbildung.

Bericht auf gefahrgut.de


2008

Dieter Kropshofer
Inhaber des GBK Gefahrgutbüro Kropshofer, Ingelheim, für seine Pionierarbeit in Sachen Externer Gefahrgutberater und Angebot einer 24-Stunden-Notrufnummer als Serviceleistung für die Industrie.

Bericht auf gefahrgut.de


2007

Dr. Gunther Jaegers
Inhaber der Reederei Jaegers, Duisburg, für seine diplomatische Leistung um die stufenweise Umstellung von Ein- auf Doppelhüllenschiffe bis zum Jahr 2018.


2006

Peter Steinbach
Verband Chemiehandel, Köln, für seine konsequente Arbeit an der Verknüpfung von systematisch gestalteter Sicherheit und nachhaltig geführter Wirtschaft.


2005

Volker Krampe
Gefahrgutbeauftragter der Beiersdorf AG, Hamburg, für sein außergewöhnliches Engagement für mehr Sicherheit unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit durch einfachere Vorschriftengestaltung in nationalen und internationalen Gremien.


2004

Armin Talke
Geschäftsführer der Talke Logistics, Hürth, für seine vorbildliche Betriebsorganisation und das hohe Aus- und Fortbildungsniveau der Mitarbeiter.


2003

Jochen Conrad
Mitarbeiter der Zwischenstaatlichen Organisation für den Internationalen Eisenbahnverkehr (OTIF), Bern, für sein außergewöhnliches Engagement bei der Erarbeitung der restrukturierten Ausgaben von RID und ADR.


2002

Claus-Dieter Helmke
Gefahrgutbeauftragter der DHL, Hamburg, für seine hervorragende Arbeit zur Konsensfindung mit der verladenden Industrie und den Gesetzgebungsorganen.


2001

Hermann-Josef Kellerhaus
Geschäftsführer der InfraServ, Frankfurt/M., für seine erfolgreichen Bemühungen zur Erhöhung der Sicherheit von Bahntransporten.


2000

Gerhard Minder
Gefahrgutbeauftragter der Hugo Häffner, Asperg, für sein umfassendes berufliches und privates Engagement zur Fortentwicklung speziell der technischen Verpackungsvorschriften.


1999

Kapt. Karsten Rolfs
Gefahrgutbeauftragter der Reederei Hapag-Lloyd,Hamburg, für sein Lebenswerk, die Förderung der Vorschriften-Harmonisierung unter Berücksichtigung der Praxisbedingungen.


1998

Dr. Bernd Schulz-Forberg
Direktor der Abt. III der BAM, Berlin, für sein erfolgreiches Engagement um eine weltweit einheitliche Gefahrguttransport-Regelung.


1997

Bruno Pötz
Mauser-Werke, Brühl, für die Mitgestaltung von systematischen Prüfanforderungen an Gefahrgut-Verpackungen.


1996

Lance Grainger  († 2015)
Leiter der Gefahrgut-Abteilung im Department for Transport, London, für seinen erfolgreichen Einsatz um eine Leitfunktion der internationalen Gefahrgut-Vorschriften.


1995

Karl Nehmzow († 2014)
Wasserschutz-Polizeidirektor, Hamburg, für seine praxisorientierte Kooperation mit der Wirtschaft ("Hamburger Modell").


1994

Günter Hummel
Gefahrgut-Abteilung der Degussa AG, Frankfurt/M., für sein unermüdliches und fachkundiges Engagement in internationalen Gremien.


1993

Peter M. Jani
Inhaber der Jani Gastransport, Seevetal, für vorbildliches Sicherheitsmanagement in seinem Unternehmen.


1992

Ernst G. Stender († 2006)
Hafenkapitän Bremen, für seine erfolgreiche Opposition gegen ein isoliertes Regelwerk für den Transport verpackter meeresverschmutzender Stoffe.


1991

Joachim Strauß
Transportdirektor Hoechst AG, Frankfurt/M., für seine Initiative, Chemikalientransporte durch ein Abkommen zwischen Bahn und Chemie-Industrie auf die Schiene zu verlagern.

 


Bildergalerie

Ermanno Vicini und Stefano Bosi (stehend, beide Serpac), Lynn McGuigan (ICAO), Silvia von der Seipen und Federica Speziale (beide Serpac)Die „Leverkusen-Familie“ (v.l.n.r.): Norbert Lüke (Bayer), Michael Schmergel (Bayer), Dr. Carlos Freitas Dinis (Covestro), Christoph Thiel (Bayer), Dr. Dirk Zellmer (Lanxess), Siegfried Wagner (Lanxess) und Steffen Dathe (Bayer).Zehn Gefahrgut-Preisträger simultan auf der Bühne (von li nach re): Albert Lauer (2014), Hermann-Josef Kellerhaus (2001), Peter Steinbach (2006), Dr. Bernd Schulz-Forberg (1998), Volker Krampe (2005), Eva-Maria Meyer (2011), Hans-Leo Bock (2016), Jochen Conrad (2003), Rainer Kogelheide (2015) und Uwe Kraft (2012).Geballte Gefahrgut-Kompetenz der Chemischen Industrie im Rahmen der Preisverleihung (v.l.n.r.): Robert Schmidkunz (Evonik), Andrea Heid (VCI), Christian Sauer (Evonik), Ingrid de Wilde (Evonik), Rainer Brunssen, Ulrich Mann (GBK).Hauptmann Matthias Wiegand (Logistikschule d. Bundeswehr), Jürgen Drews (Agility Logistics) und Bernd Engel (Transfracht).Stefan Trenz (Ford-Werke) und Tatjana Kronenbürger (DSLV).Karsten Witt (Wasserschutzpolizei Hamburg) und Preisträger 2018 Fabian-Alexander Polonius (Daimler).Übergabe von Gefahrgut-Preis 2017 und Urkunde durch Uwe Heins (li., gela-Chefredakteur) und Enak Ferlemann (re., Parlamentarischer Staatssekretär im BMVI) an Gerhard Lahmann.Eva Glimsche (savethesituation) und Gerd Krüger (Lufthansa).Wolf O. Storck (ursprünglicher Stifter des Deutschen Gefahrgut-Preises) und Albert Lauer (Dekra, Preisträger 2014).Dr. Hans-Günther Triebel (Rechtsanwalt) und Dr. Bernd Schulz-Forberg (Preisträger 1998).Gudula Schwan (BMVI) und Dr. Volker Thurm (ex RKI).Dr. Anton Erhard und Dr. Mahin Farahbakhsh (beide BAM).Jeff Hart (britisches Verkehrsministerium), Hermann-Josef Kellerhaus (Preisträger 2001) und Helmut Rein (BMVI).
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